Vesser

Klein und fein und idyllisch…

Vesser ist ein kleiner Ortsteil der Stadt Suhl. Es liegt im herrlichen Vessertal mitten im Biosphärenreservat Thüringer Wald auf einer Höhe um 600 m.ü.M. Die umgebende Mittelgebirgslandschaft wird durch Wiesen und Wälder natürlich geprägt. 3 km oberhalb von Vesser entspringt das kleine Flüsschen Vesser an der Quelle am Eisenberg, schlängelt sich durchs obere Vessertal, durchquert unseren Ort, fließt weitere 7 km durch das untere Vessertal und mündet bei Breitenbach in den Breitenbach (bei der Namensfindung waren unsere Ahnen nicht sehr kreativ). Vesser ist ein durch das Land Thüringen staatlich anerkannter Erholungsort und ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen im Kerngebiet des Thüringer Waldes, z.B. auf dem bekannten Thüringer Kammweg Rennsteig.

Ein wenig Geschichte

Erstmalig erwähnt wurde Vesser als „Uezzerun“ (Vezzerun) in einer Urkunde von 900 n.Ch. als Ort, an dem Eisen geschmolzen und geschmiedet wurde. Die dörfliche Entwicklung begann im frühen 15. Jahrhundert mit der Errichtung eines Hammerwerks zur Eisenverarbeitung, das bis 1854 an der unteren Hammerwiese betrieben wurde. 1572 hatte der Ort 14 Einwohner. Bis 1855 ist er auf 180 Einwohner in 22 Häusern (mit eigener Kirche, Schule, Gaststätte, Mahl- und Schneidmühle) angewachsen. Um 1900 kamen die ersten Sommerfrischler nach Vesser, die die natürliche Umgebung und Ruhe schätzten. 1979 wurde das Naturschutzgebiet Vessertal zu einem der ersten UNESCO-Biosphärenreservate Deutschlands ernannt. 1994 wurde Vesser auf mehrheitlichen Wunsch der Bevölkerung als Ortsteil der 15 km entfernt liegenden Stadt Suhl eingemeindet. Der nächste größere Ort ist Schmiedefeld am Rennsteig in ca. 3 km Entfernung.

Vesser heute

Unser Ort hat gegenwärtig etwa 200 Einwohner, die in einer dörflichen Gemeinschaft in gepflegten, oft in Fachwerkbauweise errichteten Häusern leben. Unsere kleine Fachwerk-Dorfkirche von 1710 ist als Kulturdenkmal sehenswert.
Es gibt eine kleine Heimatstube und eine Herbert-Roth-Ausstellung (des bekannten Thüringer Heimatsängers) im Fremdenverkehrsbüro, wo man auch Wintersportgeräte ausleihen kann. Am Ortsrand wird im Winter ein Loipengarten präpariert, gegenüber gibt es einen kleinen Rodelhang. Bemerkenswert ist vielleicht noch die 1950/51 am Waldrand erbaute Vessertalschanze (früher Walter-Ulbricht-Schanze). Sie ist die größte Natur-Sprungschanze in Deutschland.
Einige Gasthäuser bieten traditionelle Thüringer Küche an: Gasthof „Deutsches Haus“ | www.deutsches-haus-vesser.de, Waldgasthof „Zur Vesser“ | www.pension-vessertal.de, die Ausflugsgaststätte „Stutenhaus“ (2 km) | www.berghotel-stutenhaus.de.
Die historische Bergbautradition der Gegend am Eisenberg kann man im Besucherbergwerk „Schwarze Crux“ (1 km) nachvollziehen, einem ehemaligen Abbaustollen. In der größten und reinsten Eisenerzlagerstätte Thüringens wurde seit dem 17. Jahrhundert bis 1925 schwarzer Magnetit-Eisenstein abgebaut | www.schwarzer-crux.com

Mehr Informationen finden Sie auch auf der offiziellen Website des Fremdenverkehrsbüros Vesser | www.vesser.de

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